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Crosslauf Die ultimative Männer-Challenge

12.03.2008, Autor: Jens Clasen © Men's Health

Totaler Irrsinn: Erwachsene Menschen verbeißen sich in Strohmauern – warum es trotzdem lustig ist

Ein Geräusch wie offene Froschmäuler
In der ersten Runde bin ich um den kleinen Teich, der gleich zu Anfang die Strecke unterbricht, noch brav herum gelaufen. Da war ich noch einigermaßen sauber und einigermaßen blöd zu glauben, ich könnte es bleiben. Runde zwei beginne ich mit einem Schrei und einem Fußbad in Schuhen. Meine Füße sinken unter Wasser tief in den Schlamm, einen Schuh verliere ich halb. Als ich am anderen Ufer bis zur Hüfte triefend nass aus dem Wasser steige, sinkt die gefühlte Temperatur um 300 Grad Celsius – und das ist mir so was von egal! Bei den ersten Schritten spritzt Wasser aus den Schuhen, das Geräusch wäre kaum ein anderes, wenn ich mit nackten Füßen in offenen Froschmäulern stecken würde. Vielleicht ist es dieses Geräusch, vielleicht auch das kribbelnde Gefühl von Eiswassertropfen im Gesicht, das mich grinsen lässt. Vielleicht freue ich mich auch nur auf die heiße Dusche im Ziel. Egal. Hauptsache, die Laune ist gut.

Zu viert durch Dreck und Dünn


Am Ziel angekommen

Unsere vier Helden am Ziel

Ach, wieder die zwei Kilometer schlauchende Strohhürden-Strecke, hihihi. Ah, wieder die schlammgefüllten Kriechtunnel, die jegliche Hoffnung auf saubere Fingernägel für die nächsten Wochen zunichtemachen, hehehe. Oh, wieder die Reifen an Seilen, die mir, wenn ich nur Sekundenbruchteile nicht aufpasse, wie Tysons Faust in das Gesicht schmettern, hahaha. Juhu, die kniekillenden Betonröhren zum Durchrobben, und – tataaah! – wieder die Klagemauer der 1000 zuckenden Leiber, hohoho. Hallo Jungs, schön euch zu sehen!

Als die Sache sich ihrem Ende nähert, rücken wir dicht zusammen, alle ein grimmiges Lächeln im Gesicht. Jeder läuft für sich allein, aber wir kämpfen gemeinsam. Wir sind als Vierergruppe gestartet und zusammengeblieben, was sich vor allem an den Kletterhindernissen bewährt hat. Spätestens auf der zweiten Runde wussten wir, wessen Hände es sind, die uns heben, ziehen, tragen. Wir belegen die Plätze 962 bis 965. Aber, lieber Sieger: Laufen ist eben nicht nur das stupide Rennen von A nach B. Es ist auch das leidende Lächeln zwischendurch, das Ächzen am Hang, das Lachen – und das ungläubige Kopfschütteln, wenn es tatsächlich immer noch schlimmer wird. Außerdem haben wir im Ziel alle eine prima Zeit: 1:20 Stunde. Das sind ungefähr 6:40 Minuten pro Kilometer – und das bei ständigem Stau und zäh fließendem Verkehr auf der A Matsch. Saubere Leistung, Jungs!

Alle Infos zum Strongman Run finden Sie unter
www.fishermansfriend.de/strongmanrun.

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